Tuchhängematte - leben wie in Südamerika
Eine Tuchhängematte zeichnet sich daurchaus, dass sie im Unterschied zur klassischen Stabhängematte keine Stäbe an ihren Enden hat. Dadurch ist diese Hängematte unempfindlicher bei Bewegungen, man verliert also nicht so schnell das Gleichgewicht und fällt heraus. Außerdem kann sie sich so wesentlich besser dem Körper anpassen. Wenn sie breit genug gewählt ist, umschließt sie den Körper, kann ihn dadurch sogar vor zu großer Sonneneinstrahlung oder Kälte schützen. Die Tuchhängematte ist die ursprünglichste der Hängematten und stammt aus Mittelamerika. Außer ihr unterscheidet man noch die den meisten Menschen geläufige Stabhängematte und die Netzhängematte. Hängematten werden traditionell am besten zwischen zwei großen, schattenspendenden Bäumen aufgehängt. Ihre Geschichte geht bereits über 500 Jahre zurück. Früher benutzte man Tuchhängematten in der Seefahrt als Schlafmöglichkeit, die wenig Platz in Anspruch nahm und zudem äußerst bequem war. Sie boten den unschlagbaren Vorteil, dass sie sich dem Wellengang anpassten und die Matrosen und Seeleute so nicht mehr aus ihren Betten fallen konnten.
Heute wird die Tuchhängematte jedoch nicht mehr als klassisches Schlafmöbel verwendet, sondern viel mehr als Gartenmöbel mit Spaßfaktor. Es gibt sie in verschiedenen Breiten, so dass teilweise sogar die ganze Familie darin Platz findet. Aber auch für die ganz Kleinen ist sie von Vorteil: Babys schlafen darin tief und fest durch das sanfte Schaukeln, welches sie aus dem Mutterleib kennen und ihnen vertraut ist. Außerdem fühlen sie sich in der Tuchhängematte geborgen, da der Stoff sie fest umschmiegt. Die Tuchhängematte hat also nichts von ihrer Praktikabilität eingebüßt, auch wenn sich der Gebrauch ein wenig geändert hat.
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